Saturday, May 22, 2010

Entspannung

Nach 11 Stunden Arbeit an meiner Bachelor Thesis habe ich mir eine Runde Entspannung in Form von Band of Brothers und basteln gegönnt.

Ich habe an der Begrünung der Mauern aus dem vorigen Post gearbeitet. Meine Idee war es, Büsche an den Mauern emporranken zu lassen. Hierfür habe ich mir braunen Haushaltsdraht besorgt (der, der auf einem Stück Holz aufgewickelt ist...)

Daraus habe ich den Stamm und die Äste gebastelt:
Dafür benutze ic ein längeres Stück Draht als Seele, um den dann weitere Drahtstücke gewickelt werden. Eine Flachzange kann dabei sehr hilfreich sein. Das Ganze wird dann, um den Draht zu verschleiern, dick mit brauner Farbe eingepinselt.







Anschließend wird mit Uhu etwas Islandmoos oder Seeschwamm aufgeklebt. Dies dient als Grundlage für die Beflockung und bewirkt, dass der Baum  mit seinen fünf Ästen nicht so sehr kahl aussieht.





Sobald der Klebstoff getrocknet ist wird im nächsten Arbeitsschritt grüne Abtönfarbe aufgetragen. Auf einem Blatt Papier schütte ich dunkelgrüne Flocken von Busch, in die der Busch (schon wieder Busch?!)  mit der noch feuchten Farbe eingetaucht wird. Das Ganze sieht danach so aus:





Sobald es einigermaßen getrocknet war, hab ich es an die Wand geklebt. Hier ein Bild vom begrünten Raubtiergehege:



Womit wir auch schon beim nächsten Thema wären:
Der Tiger mit Hinterhalt-Tarnung,
a.k.a. Licht und Schatten Tarnung
Am Vergangenen Wochenenden habe ich einige Stunden geopfert und mein erstes Modell mit der Airbrush getarnt. Als Übungsobjekt diente mir hierzu zum einen ein alter Leopard 2-Panzer, an dem ich die Fleckengestaltung ausprobiert habe. Zum Anderen dient als erstes richtiges Modell mein ungeliebter AirfixFünfEuroFünfzigTiger...

Wie gesagt, am Leo wurde getestet. Dafür hab ich ihm einen Panzergelben Grundanstrich verpasst. Während er am trocknen war, habe ich meine sechs Grün- und acht Brauntöne durchprobiert. Letztendlich habe ich mich für die Vallejo-Farben Camo Green (22) und Camo Medium Brown (38) entschieden. Werden diese einigermaßen gut verdünnt (ich benutze destilliertes Wasser), lassen sich mit wenig Luftdruck und geringem Abstand zum Modell hervorragend genaue Linien und somit auch Tarnflecken zeichnen. Wichtig ist hierbei die Pistole möglichst senkrecht zur Oberfläche zu halten und WIRKLICH wenig Druck zu benutzen, da sonst die Farbe in alle Richtungen verläuft. Und das sieht dann nun wirklich nicht schön aus ;)

Während das mit der grünen Farbe relativ gut funktioniert hat, hat mich die braune Farbe  beinahe zum Ko****  gebracht. Alle 10 Sekunden war die Düse dicht, trotz guter Verdünnung und ordentlichem Schütteln vor dem Einfüllen. Mangels richtigem Verdünner habe ich aus verzweiflung Airbrush-Reiniger in die Farbe gemischt, was das Ganze etwas Verbessert hat. Der Nachteil ist, dass die Farbe wesentlich länger zum Trocknen gebraucht hat. (Nein der Lack auf dem Panzer hat sich GSD nicht abgelöst :) )

Nachdem das Grün und Braun aufgetragen war, habe ich mich an die Auflockerungsflecken gemacht. Diese sind bei Pinselbemalung oft viel zu "deutlich". Ich habe mir hierzu ein kleines Stück Polystyrol (0,75mm dick) mit einem 0,6 mm Bohrer perforiert. Dies dient als Schablone, welche einfach gegen das Fahrzeug gehalten und mit Panzergelb übersprüht wird:
Mehr Bilder vom Tiger gibts, wenn die Decals (Meine Decals von DOMS DECALS aus GB sind nach 4 Wochen endlich angekommen) drauf sind und die Alterung, Verschmutzung usw. drauf ist.




Für diejenigen unter Euch, die mit dem Gedanken spielen sich auch eine Airbrush anzuschaffen habe ich zum Schluss noch einen kleinen Tip: Spart euch die 15-15€ für einen Ausblasbehälter... Es geht auch einfacher und sooo viel billiger (und das mindestens genauso gut). Man nehme ein Konservenglas, besorge sich aus dem Baumarkt 10cm Aquariumsschlauch mit Außendurchmesser 10mm. In den Blechdeckel bohrt man zwei Löcher mit 9,5 mm Durchmesser, durch die jeweils ein Teil des halbierten Schlauches gesteckt wird. Das Stück, in das hineingesprüht wird, sollte etwa 3cm über dem Glasboden enden, der Entlüftungsschlauch sollte 2 cm unter dem Deckel beginnen. Um den Entlüftungsschlauch kann ein Taschentuch befestigt werden, welches den Farbnebel auffängt. Die Idee ist folgende: Im Einsprühschlauch wird die eingeblasene Farb/Reiniger Mischung direkt zu größeren Tropfen zusammengepresst. Dadurch entsteht schon einmal weniger "Nebel". Diese Mischung tropft nun einfach nach unten. Der restliche Nebel, der leider unvermeidlich ist, schwebt im Glas umher und sammelt sich unter dem Deckel. Der Entlüftungsschlauch hängt aber tief genug, um nur eine sehr kleine Menge Farbnebel mit der überschüssigen Luft abzutransportieren. Der Restliche Nebel bleibt dann zum Großteil im Taschentuch. Saubere Lösung :)

So, ich geh jetzt ins Bett, damit ich morgen für weitere 11 Stunden Thesis fit bin.

Bis zum Nächsten Mal!

//mojo

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